Karten lesen lernen, aber richtig

Was vor fast 20 Jahren noch relativ neu und mysteriös war, ist heute ganz normaler Alltag geworden. Das Kartenlegen lassen oder lernen, ist nach wie vor gefragt. Zahlreiche Bücher, die einem das Legen lernen beibringen sollen, sind bisher erschienen. Und noch mehr Kurse und Fernlerngänge, in denen man die Karten lernen soll wie ein Profi. Bei mir fing es auch mit einem Buch an, damals vor 20 Jahren. Einige kamen hinzu und gingen wieder. Manchmal war ich echt frustriert und kam mir so unglaublich dumm vor. Wieso kann ich das nicht begreifen?

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Erst als ich etwas Gras über die Sache wachsen ließ, kam mir die Lösung des ganzen. Die Karten sprechen eine ganz eigene Sprache zu mir. Und zwar eine, die nur wir beide verstehen können. Also ich und die Karten. In den Büchern werden die Karten meistens einer Kategorie oder gewissen Position zugeordnet. So ist im Lenormand, die Karte der Baum, die Karte der Gesundheit und des Lebens. Nur mal so als Beispiel. Aber warum wird der Baum dem Thema Gesundheit zugeschrieben? Es ist verständlich das Bäume meistens sehr alt werden können. Und die meisten wünschen sich ein langes und gesundes Leben. Bäume können aber auch krank werden.

Ich vergleiche gerne das Kartenlegen lernen, wie mit einer Fremdsprache lernen. Jede Karte wird ein oder mehrere Wörter zugeordnet. Mehrere Karten ergeben dann einen Satz. Ich hoffe, ihr versteht ungefähr was ich meine. Meine Denkweise kann manchmal ganz schön kompliziert sein. 😉 Der Baum ist für mich ein Symbol von Wachstum, Stärke, Standhaftigkeit, an Ort und Stelle bleiben, den Jahreszeiten angepasst, eine kleine eigene Welt (mehrere Lebewesen leben auf dem Baum, wie eine Kleinstadt) und so weiter. Gesundheit sehe ich nicht darin. Nur das manche Bäume für die Gesundheit beitragen können. Einigen wird jetzt vielleicht noch mehr zum Baum einfallen. Dann schreibt es Euch auf.

Ich empfehle sowieso jedem sich ein eigenes kleines Buch anzulegen oder ein Ordner. Letzteres ist praktisch für Anfänger, da man die einzelnen Blätter, falls man sich verschreiben sollte, einfach austauschen kann. Und wie bei jeder Fremdsprache ist aller Anfang etwas schwer. Zuerst kommen die einzelnen Wörter, Stück für Stück. Danach lernt ihr kleine Sätze zu verstehen und zu sprechen und irgendwann werdet ihr ganze Gespräche mühelos führen können. Einfach etwas Geduld dabei haben. Ich glaube ich persönlich habe zwischen 1 und 3 Jahre bei den meisten Karten gebraucht. Wollte eben mehrere Fremdsprachen sprechen.

Glaube, Gesetze und richtige Kommunkikation

Eine der häufigsten Fragen die ich immer und immer wieder zu hören bekomme ist: „Glaubst Du an das, was Hexen machen?“. Die Wahrheit ist, nicht immer. Das Wissen, das man als heutige Hexe hat, stammt von fragwürdigen Quellen. Vieles wurde erst im nach hinein aufgeschrieben, wenn es den überhaupt aufgeschrieben wurde. Ich erinnere dann immer an das Spiel aus Kindheitstagen „Stille Post“. Nach spätestens der vierten oder fünften Person verfremdet sich das Ursprungswort oder -satz.

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Es gibt aber Gesetze in der Natur, wie Ebbe und Flut, oder der Mondzyklus, an denen nichts zu rütteln gibt. Dass es noch mehr solcher Gesetze gibt, daran glaube ich. Bei einem Ritual ist es wie beim Backen. Nehme ich gute Zutaten und prüfe sie auf gute Qualität und Aroma, so erhalte ich höchstwahrscheinlich einen leckeren und gut dufteten Kuchen. Nehme ich minderwertige und abgelaufene Produkte, kann es eventuell sogar vorkommen, dass der Kuchen nicht schmeckt und man danach einige Zeit auf der Toilette verbringt.

Genauso ähnlich ist es auch mit den Ritualen. Gute Zutaten sorgen für ein gutes gelingen. Allerdings muss auch die Kommunikation stimmen. Das was ich aussende, sollte auch beim Empfänger so ankommen. Das ist nicht nur bei Gesprächen zwischen zwei Menschen so. Deshalb ist es so wichtig, sich vorher schon ein paar Gedanken und Notizen zu einem Ritual zu machen. Der letzte Schlussstrich nach einem Ritual ist der feste Glaube daran. Ohne dem geht gar nichts. Und das ist gerade bei Junghexen noch ein kleines Problem. Aber Probleme sind da um sie zu lösen.

 

 

 

Technik die Begeistert

In der jetzigen Zeit, ist die Technik nicht mehr wegzudenken. Was in den letzten 10 Jahren so alles passiert ist, einfach unbeschreiblich. Vor gut über 20 Jahren, als ich Anfing meinen Weg als Hexe zu gehen, kam ich mir so ziemlich allein gelassen vor. Ich versuchte bei meinen Freundinnen nachzufühlen, was sie über dieses Thema dachten. Zu meiner Ernüchterung, war es nicht sehr viel.

Deswegen bin ich Momentan ganz froh übers Internet und den ganzen Social-Media Plattformen. Da kann man eine Menge gleichgesinnte finden und sich noch Prima austauschen. Erst vor 3 Tagen hab ich mich bei Instagram angemeldet und gleich ein paar Personen gefunden. Ebenso haben mich schon über 10 Personen gefunden. Die Bilder sind eine wahre Inspiration, und in einigen kann man gedanklich versinken. Deswegen schreibe ich heute einfach mal ein Lobgesang auf die Technik von heute.

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Vorbei sind die Zeiten, in denen man still und leise in seinem Kämmerlein saß und nachgrübelte, ob man alles richtig macht. Auf Facebook bin ich auch in einigen Gruppen, ich glaub es sind 5 an der Zahl. Mittlerweile bin ich also auf Facebook, Instagram und natürlich hier auf WordPress. Einen kleinen Shop hab ich auch noch. Nur über den Schritt von YouTube und einer eigenen Homepage bin ich mir noch nicht ganz sicher.  ;-P

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Die böse alte Hexe

Hollywood lässt Grüßen, würde ich mal sagen. Die letzten Jahrzehnte gab es immer wieder mal Filme, die Hexen als böse, alt und verbittert darstellten. Ist auch nicht verwunderlich, da die meisten Bücher über Hexen aus vergangenen Zeiten stammen und das noch von der anderen Seite. Also nicht von den Hexen, sondern von deren Gegnern. Über die Hexenverfolgung und Hexenverbrennung im Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, möchte ich hier jetzt nichts schreiben.

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Doch das negative, was dem Wort Hexe immer noch anlastet, hat gewiss seinen Ursprung aus dieser Zeit. Dabei Leben wir heute doch ganz anders. Unser Wissen ist anders, als früher. Wir wissen nun was Bakterien in Wunden anrichten können. Und da ist mit Sicherheit keine Hexe am Werk, wenn sich eine Wunde entzündet. Ich denke auch, dass in der heutigen Zeit, die Beweise für einem Sprechen würden. Früher konnte man so jeden ungeliebten Menschen schnell und einfach loswerden.

Wie krank und dumm das doch alles früher war. Und an allererster Stelle stand die Kirche. Aber nun gut, wir leben im hier und jetzt. Und Hexen sind wieder unter uns und Leben ihren Glauben und ihre Liebe zur dieser spirituellen und kraftvollen Magie aus. Hexen glauben an das Gleichgewicht der Natur, sie achten und schätzen diese. Alles was eine Hexe braucht, findet sie praktisch draußen vor ihrer Tür und in den Wäldern. Eine Hexe beschäftigt sich aber auch mit der Seele, sei es ihre eigene oder die der anderen.

Hexe zu sein ist viel mehr als Kräutertränke zusammen zu brauen, Rituale zu vollziehen und über Zäune zu springen. 😉 Einige schließen sich zu einem Coven zusammen, andere arbeiten erst mal alleine und tauschen sich gelegentlich mit anderen aus. Wir lieben unsere Sabbate und Esbat´s, wir lieben die Natur und ihre Schätze, wir lieben es das Gleichgewicht wieder herzustellen, sei es von Körper, Geist oder Seele. Und wir lieben es für andere da zu sein.

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In letzter Zeit nehme ich es immer mehr und mehr war, das sich mehr Menschen als jemals zuvor für den Weg einer Hexe interessieren. Sie wollen lernen, füllen, leben wie eine Hexe. Viele von Ihnen sagen, dass sie sich schon immer als Hexe empfunden haben und endlich angekommen sind. Und dabei sind auch immer mehr Männer darunter. Was ich durchaus bewundernswert finde. Die Bücher die es im Buchhandel gibt, werden immer mehr. Doch das wichtigste unter den Büchern ist das eigene „Grimoire“. Das eigene Buch, das erst leere Blätter enthält und nach und nach mit Ritualen, wichtigen Hinweise und Rezepten, Kräuterkunde, Symbolen und noch vieles mehr, gefüllt wird.

Ich denke das ich noch viele Texte hier veröffentlichen werde. Da gehe ich bestimmt noch auf einige Dinge genauer ein. Und das ein oder andere Ritual wird auch vorkommen. Gerne könnte ihr mir auch Eure wünsche zu einem Thema zukommen lassen.

Spezial – Thema Liebe

Ich glaube das meiste Themengebiet, warum eine Hexe aufgesucht wird, ist das Thema Liebe. Nichts scheint einem Menschen mehr zu Beschäftigen als die Liebe. Wobei es doch eher die Frauen sind, die sich bei diesem Thema an eine Hexe wenden. Aber keine Angst, die Männer sind schon dabei, für einen Ausgleich zu sorgen. Aber noch liegen die Damen vorn.

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Aus Erfahrungen kann ich sagen, dass die meisten Menschen einen Partner wieder wollen. Gefolgt von „Wann finde ich die richtige Person endlich?“. Doch was erwartet eine Person eigentlich von einer Hexe da? Manchmal, so kommt es mir vor, denken die meisten man müsse nur ein paar Kräuter zusammenwerfen, diese verräuchern, eine Tinktur herstellen oder sonstiges und das war’s dann. Ok vielleicht noch ein paar Kerzen anzünden und einen komischen Spruch aufsagen.

Liebe Damen und liebe Herren lasst Euch eines sagen, dem ist nicht so. Ich kann natürlich nur meine eigene Meinung hier niederschreiben. Und somit nicht für alle Hexen sprechen. Wir sind da glaub ich auch recht unterschiedlich. Bei einer Partnerrückführung (das heißt einen Ex-Partner wieder zurück zaubern), müssen einige Dinge beachtet werden. Das ganze soll ja harmonisch ablaufen, aber es geht ja bekanntlich auch anders. Die einen mögen es gutheißen ein heftiges und manipulatives Ritual zu vollziehen. Ja ihr liest richtig, manipulativ! Sobald einer Person nicht mehr der freie Wille gelassen wird, ist es in meinen Augen manipulativ.

Ich erzähle meinen Klienten bei einer Partnerrückführung auch immer, dass ich den freien Willen der anderen Person respektiere und sie oder er es auch machen sollen. Wird dies nicht respektiert, geht das ganze meistens nach hinten los. Die ersten Wochen und Monaten sind noch harmonisch und liebevoll. Danach fängt meistens das große Übel an. Mittlerweile bekomme ich auch schon Aufträge, solche zwanghaften Rituale rückgängig zu machen. Kein leichtes unterfangen, somal ich nicht ganz genau weiß, was die andere Hexe da genau gemacht hat.

Was ich ganz schlimm bei der Sache sehe, wenn Hexen (oder sogenannte Hexen) ein Haufen Geld dafür verlangen. Es kommt schon oft vor, dass die Person die das Ritual in Auftrag gibt, verzweifelt ist und alles macht und zahlt um ihren Herzensmann oder seine Herzensdame zurückzubekommen. Ein Preis der mir selbst die Sprache verschlagen hat, war eine stolze Summe von 850 €!!! Bitte meine Damen und Herren, das ist nicht seriös. Ich verlange zum Beispiel je nach Aufwand zwischen 70 und 100 €. Hexen die ich gut kenne, verlangen dieselbe Summe. Aber bitte keine 850 €!

Liebe sollte doch lieber ganz frei und im Einklang zweier Menschen sein. So zu sagen, im gleichen (Herz-)Takt schlagen. Dass es schöne und auch mal schwierige Zeiten gibt, sollte verständlicherweise hingenommen werden. Man geht durch Höhen und Tiefen und das nicht nur in der Liebe. Und wenn sich die Wege trennen, sollte man nicht verzweifeln und krampfhaft an etwas festhalten. In einigen Fällen klärt sich das ganze auch ohne die Hilfe einer Hexe oder dem magischen eingreifen eines Rituals. Und wenn nicht, dann sollte es so sein. So hart das auch klingen mag. Die meisten können nach 1–2 Jahren schon wieder lachen, weil sie einen neuen Partner gefunden haben und sehr glücklich sind. Und der passt besser den je zu einen. Vielleicht, weil die Herzen im gleichen Takt schlagen?

Hexenkräuter 01 – Die Ringelblume (Calendula officinalis)

Sammelzeit:   August

Verwendete Pflanzenteile:   Blüte

Hauptwirkstoffe:   Bitterstoffe, Saponine, Sterine, Schleim, Milchsaft

Planet:   Sonne

Element:   Feuer

Magische Kräfte:   Schutz, Rechtsangelegenheiten, Wahrträume, übersinnliche Fähigkeiten,

Medizinische Anwendungen:   bei Hautbeschwerden, Wundbehandlungen, einschließlich Sonnenbrand, Flechten, Akne, innerlich leicht krampflösend, regt den Gallenfluss an, Magenleiden, Verdauungsstörungen, Leber entgiftend, reinigend,

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Um die Ringelblume magisch zu nutzen, bedarf es nicht immer ein aufwendiges Ritual. Man kann die Pflanze, wie jede andere Pflanze übrigens auch, auch für ganz einfach magische Rituale und Zauber nutzen. Früher hing man zum Schutz von Haus und Hof, Ringeblumengirlanden über die Haustür. Ein guter Schutz gegen Alpträume und um Wahrträume zu fördern, legte man eine Handvoll Ringelblumen unter das Bett. Sie stärkt ihren Träger auch dafür, die übersinnlichen Fähigkeiten besser zu nutzen, bzw. zu kräftigen und festigen. Auch in Rechtsangelegenheiten kann sie ihren Träger positive beeinflussen. Ein Tee aus der Ringelblume entgiftet unseren Körper, Geist und Seele. In einigen alten Büchern wurde damals empfohlen, im Frühjahr und im Herbst eine Reinigungskur zu machen. Unter anderem, indem man mehrere Tassen Ringelblumentee trinkt.

Spanische Hexenmeister trugen sie damals als Talisman. Traditionell wurde sie erst dann gepflückt, wenn die Sonne in das Zeichen der Jungfrau eintrat. Selbst in Indien fand die Ringelblume schon sehr früh große Begeisterung. Man sagt, wenn man ein paar Minuten täglich seinen Blick auch die Ringelblume richtet, sie die Augen stärkt (auch das innere Auge). In manchen Räuchermischungen lassen sich hin und wieder ein paar Blütenblätter finden.